Aschbach

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Bereits seit Dezember 2014 leben zwölf männliche Flüchtlinge im Haus Wolfbacherstraße 4. Die Männer stammen aus Syrien, Afghanistan, dem Iran und Irak. Alle Bewohner des Hauses, welches von der Firma SLC Europe betrieben und von der Diakonie Flüchtlingshilfe betreut werden, sind Asylwerber. Sehr häufig bleiben die Menschen daher nur wenige Wochen oder Monate in Aschbach. Ihr wichtigstes Bestreben ist Deutsch zu lernen und sobald wie möglich wieder ein geregeltes eigenständiges Leben zu führen.

Bereits im Frühjahr wurde ein Deutschkurs gestartet und mit Beginn des neuen Schuljahres im September auch wieder aufgenommen. Jeden Donnerstag bietet Frau Emmanelle Berger-Gavier in der Neuen Mittelschule Deutsch-Unterricht an, auch mit der Unterstützung freiwilliger Tutoren.

Eine Gruppe von ca. 30 äußerst engagierten ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, koordiniert von Eva Maria Burghofer, ist seit Monaten bemüht, die Asylwerber wo es geht, zu unterstützen. Es wurden und werden Fahrräder und Kleidung gesammelt, Deutschkonversationsstunden koordiniert, Fahrtdienste zur Rot-Kreuz-Tafel in St. Peter, zum Multikulti-Stammtisch in Amstetten, zum Cafe „Miteinander“ in Waidhofen und gemeinsame Aktivitäten wie z.B. Ausflüge organisiert.

Die Vertreter der Pfarrgemeinde mit Pater Georg Haumer sind gerade dabei, eine Wohnung im Pfarrhof zu renovieren, um sie einer Flüchtlingsfamilie zur Verfügung zu stellen. Erfreulicherweise haben sich weitere Familien gemeldet, die privat Wohnraum für Flüchtlinge bereitstellen wollen. Vor wenigen Tagen sind bei der Familie Starkl in Aschbach fünf junge Männer/Jugendliche eingezogen. Auch die Gemeinde ist zur Zeit auf der Suche nach geeigneten Unterkünften.

Der Gemeinderat hat das Thema Flüchtlinge an den Ausschuss für Soziales, Sicherheit, Jugend und Integration übertragen. Des Weiteren wird die Gemeinde ein betreutes Sammeldepot für Sachspenden einrichten.