Sindelburg

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Am 1. Juli wurde eine Flüchtlingsfamilie mit 6 Kindern in der Nähe des Pfarrhofes Sindelburg einquartiert. Eine Woche später kam eine Familie mit 3 Kindern und sodann eine Mutter mit ihrem Sohn dazu. Das Schicksal der Flüchtlinge ist auch den Menschen in Wallsee-Sindelburg nicht gleichgültig.

An die 20 Ehrenamtliche trafen sich auf Einladung von Pfarrer Manfred Heiderer mit Caritas-Referent Christian Köstler. Unter den Interessierten war sowohl die Pfarre als auch die Gemeinde (Vizebürgermeisterin, Sozialreferentin und geschäftsführender Gemeinderat) gut vertreten.

Viele in der Gemeinde Wallsee-Sindelburg sind bereit, spontane Hilfe anzubieten. Bisher wurden von Einzelpersonen verschiedene Dienste, wie Deutschunterricht, Arztbegleitung oder Einkaufsfahrten durchgeführt und großzügige Sach- und Geldspenden getätigt.

Besonders wertvoll ist der Einsatz der pensionierten Deutschlehrerin HOL Maria Kammerhofer, die zweimal wöchentlich Deutschunterricht gibt.

Da sich die Unterkunft der drei syrischen Flüchtlingsfamilien in direkter Nachbarschaft zum Pfarrhof befindet, konnten die 10 Kinder auch bei den wöchentlichen JS-Lagern im Pfarrhof teilnehmen und sogar bei den „bunten Abenden“ ihre Tanzspiele und Gesänge darbieten, was die Integration und praktische Sprachübung fördert. Auch der pfarrliche Spielplatz steht den Kindern zur Verfügung.

Unter der pfarrlichen Initiative „Willkommen Mensch“ soll die Flüchtlingshilfe in der Gemeinde strukturiert werden, wobei weitere freiwillige Helfer sehr willkommen sind.

 

Die erste Familie mit den 6 Kindern ist bereits in eine St. Pöltner Wohnung gezogen und eine neue Familie mit 4 kleinen Kindern (das kleinste Kind ist 2 Monate alt) ist aus Traiskirchen eingezogen.

Sobald eine Familie einen positiven Asylbescheid erhält, muss sie innerhalb von 4 Monaten das Quartier verlassen und eine eigene Wohnung finden. Drei Familien stammen aus Syrien, ein Ehepaar kommt aus dem Irak. Sie konnten bei ihrer Ankunft kein Wort Deutsch und beherrschen auch keine andere europäische Sprache!

Seit 15. September ist eine der Familien, die in ein anderes Quartier im Wiener Raum überstellt hätte werden sollen, mit Einverständnis der Behörden in den Pfarrhof Sindelburg übersiedelt, da die Kinder bereits integriert sind und unbedingt bei uns bleiben wollten. Die beiden Mädchen besuchen die Volksschule und sind auch schon Pfadfinderinnen. In ihr früheres Quartier ist bereits wieder eine Familie mit Großmutter, Mutter und drei Kindern eingezogen.

Derzeitiger Stand im angemieteten Flüchtlingshaus in Sindelburg 2(Illich-Haus):

  • 1 Familie mit 4 Kindern aus Syrien
  • 1 Mutter mit Kind aus Syrien
  • 1 Ehepaar aus dem Irak
  • 2 Frauen (Großmutter, Mutter) mit 3 Kindern aus Syrien
  • Sindelburg 1 (Pfarrhof): 1 Familie mit 3 Kindern aus Syrien

So befinden sich nun in unserem Gemeindegebiet 20 Flüchtlinge, davon 11 Kinder.