FAQ’s

Häufig gestelle Fragen

 Fragen zum Asylrecht und Aufenthalt in Österreich

Was passiert nach einem positiven Aufenthaltsbescheid?

Erhält ein Asylwerber einen positiven Aufenthaltsbescheid, so darf er in Österreich bleiben und erhält nahezu die selben Rechte und Pflichten wie ein Österreicher. Bis zu 4 Monate kann der Asylwerber noch in der Grundversorgung bleiben, um sich in dieser Zeit eine Wohnung und Arbeit suchen zu können. Nach diesen 4 Monaten besteht das Recht auf Mindestsicherung – es gelten dieselben Auflagen wie bei Österreichern.

Wie funktioniert eine Familienzusammenführung?

Eine Familienzusammenführung ist nur möglich, wenn ein positiver Aufenthaltsbescheid erfolgt ist. Es darf nur die „Kernfamilie“ (Frau und minderjährige Kinder) nachgeholt werden. Die Kosten für die Zusammenführung trägt der Geflüchtete selbst.

Was versteht man unter AsylwerberInnen/Asyl-Suchenden?

AsylwerberInnen sind Personen die nach vorangegangener Abklärung & Gesundheitscheck in der Erstaufnahmestelle (EAST) zum Asylverfahren zugelassen sind. Sie besitzen eine Aufenthaltsberechtigungskarte (AB-Karte, auch bezeichnet als „weiße Karte“ oder ID-Karte).
Während des Aufenthaltes im Laufe des Verfahrens bekommen sie eine staatliche Grundversorgung (GVS) vom jeweiligen Bundesland.

Sie bekommen entweder einen Platz in einem Flüchtlingsquartier zugewiesen oder können privat wohnen.

Fragen zu Unterbringungen

Ich möchte eine andere Unterkunft – was ist zu tun?

Jeder Wechsel, auch privater Wohnungswechsel, muss vorher von der Koordinationsstelle für Ausländerfragen genehmigt werden.

 Allgemeine Fragen

Was ist die Genfer Flüchtlingskonvention?

Die Genfer Flüchtlingskonvention wurde 1951 verabschiedet und legt fest:

  • wer ein Flüchtling ist
  • welchen rechtlichen Schutz der Flüchtling erhalten sollte
  • welche Hilfe und soziale Leistungen der Flüchtling vom Staat erhalten sollte.

Auch die Pflichten eines Flüchtlings werden in der Genfer Flüchtlingskonvention festgelegt und schließt bestimmte Gruppen, z.B. Kriebsverbrecher aus.
147 Staaten sind bisher der Genfer Flüchtlingskonvention beigetreten.

Wie kann ich eine Initiative für meine Region gründen?

Am besten hast du bereits ein paar Personen in deinem Umkreis, die dir helfen wollen. Um Erfahrungen zu sammeln und Infos zu bekommen, besuche am besten eine Info-Veranstaltung einer bereits bestehenden Initiative.

Was ist das Dublin 3 Abkommen?

Das Dublin 3 Abkommen ist eine EU-Verordnung und legt fest, dass nur ein einziger Mitgliedsstaat für die Prüfung des Asylantrages zuständig ist. So soll verhindert werden, dass die Asylwerber von einem Land in das andere geschickt werden bzw. dass ein Flüchtling mehrere Anträge stellen kann.